Marschieren- Diagnostik auf den ersten Blick

Gestern hatte ich Vertretungsunterricht in einer ersten Klasse im Gemeinsamen Unterricht. Wir besprachen und übten das Gedicht für die Abschlussklassen, machten ein Spiel zur Wahrnehmung und dann war klar 4 Kinder hielt es nicht mehr auf den Stühlen.

So machte ich am Ende der Stunde das „Marschieren“ mit den Schülern. Sie ist eine der vier Körperübungen aus der Teschler Lernförderung, und auch Übungsinhalt der KonzCoach Ausbildung.

Das Üben erleichterte direkt die unruhigen Kinder und die anderen hatten Freude an der Bewegung. Als ich mir dann so die einzelnen Kinder ansah während sie die Übung machten, konnte ich erkennen, das nur 5 Schüler diese „leicht anmutende“ Übung richtig ausführen konnten. Besonders bei den vier unruhigen Kindern beobachtete ich Schwierigkeiten im Rücken gerade zu bleiben, sie konnten kaum die Oberschenkel nach oben ziehen und gleichzeitig die Arme bewegen. Sie bewegten die Füße eher nach hinten. Die Arme wurden oft festgehalten und konnten nicht lang pendeln.

Viele Kinder zeigten an den  verschiedensten Stellen zu viel Spannung und an anderer Stelle fehlte sie dann. Fast alle wollten es am Schluss nochmal einzeln vormachen. Bei manchen setzte schon mehr Gefühl für eine aufrechtere Körperhaltung ein, und wie es mit der Koordinierung von Armen und Beinen gehen kann. Allen hat es Spaß gemacht, die Unruhe der Kinder war verflogen und ich konnte wichtige diagnostische Informationen gewinnen und mit der Kollegin austauschen. Sie bestätigte, dass die genannten Kindern mit den größten Schwierigkeiten in der Übung teilweise auch große Probleme beim Lernen hatten, da ihnen die nötige Konzentration und Ausdauer fehlte. Diese Übung ist ein wunderbares Diagnoseinstrument inklusive nachhaltigem Aufbau von Konzentration. 

Kommentare sind geschlossen.